Wenn frisches Obst und Gemüse auf den Mist gekippt wird, dann angeblich nur, weil die Konsumenten das so wünschen. Denn ist eine Frucht zu dick, dünn, oder gar unförmig, kommt sie nie ins Geschäft. Dass so tausende Tonnen hygienisch einwandfreie Ware im Müll landen, von denen die Ärmsten gut leben könnten, wird in der Warenproduktion oft verdrängt. Weil das aber kein gutes Licht auf Lebensmittelkonzerne wirft, gibt man Überschüsse immer öfter an Sozialmärkte weiter und tut dies gern auch öffentlich kund. Doch nur ein verschwindend geringer Anteil der Lebensmittelproduktion schafft es bis dorthin. Armut ist nach wie vor ein Problem von fehlender Umverteilung. Eine Reportage von Ed Moschitz.